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„Time for Change“ auch in Mazedonien PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 15. März 2009 um 15:04 Uhr

Fast zwölf Jahre ist es nun her, seitdem die mazedonische Polizei gewaltsam die Proteste in Gostivar niederschlug. Eine Kundgebung mit dem Ziel, die Rechte der Albaner zu stärken, insbesondere was die Sprache und nationale Identität angeht. Weil der damalige Bürgermeister Rufi Osmani sich weigerte die albanische Flagge vom Kommunalgebäude in Gostivar herunterzunehmen, wurde er inhaftiert und zu vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Neun Monate später wurde er durch das vom mazedonischen Parlament verabschiedete Amnestie-Gesetz wieder freigelassen.


Seither wurde es ruhig um Rufi Osmani, um den sich der Schleier eines Mythos legte. Doch jetzt meldet sich der mittlerweile zum Professor für Ökonomie promovierte Mann aus einem Dorf nahe seiner Heimatstadt Gostivar zurück. "Ich werde da weitermachen, wo ich gewaltsam gestoppt wurde" zitierten ihn albanische Medien. Er tritt als unabhängiger Kandidat für den Posten des Bürgermeisters an, gestützt durch sein Team unabhängiger Mitarbeiter und der DR (Demokracia e Re) von Imer Selmani.


Mehr als je zuvor verlangt nicht nur Gostivar, sondern alle albanischen Gebiete in Mazedonien den Wechsel, den Wandel und die Erneuerung. Mit dem Wahlslogan „Ndryshim“ (Wechsel), in Anlehnung an den amerikanischen Präsidenten Obama, tritt der charismatische Professor an. Sein Programm sieht die Bekämpfung des starken Nepotismus, die damit zusammenhängende Korruption und den wirtschaftlichen Aufschwung durch die Entwicklungsgelder der Europäischen Union vor.


Rufi Osmani liess ebenfalls verlauten, dass ein Sieg in Gostivar Anlass zur Gründung einer Partei wäre, die, wie Umfragen ergeben, eine breite Masse unterstützen würde.


Die Kommunal- und Präsidentenwahlen finden am 22. März statt und gelten als Reifeprüfung für Mazedonien, da es im vergangen Jahr zu Ausschreitungen kam.

 


Geschrieben von A. Bekiri

 

 

 

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