| Albaner wollen keine Parallelgesellschaft in der Schweiz |
| Geschrieben von: Iliria Berisha |
| Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 18:00 Uhr |
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«'Kosovo-Justiz' mitten in der Schweiz» titelt die heutige Online-Ausgabe von «Blick!», gefolgt von der Frage: «Ist das legal?!». Der Artikel schaffte es als Top-Nachricht auf blick.ch. Innerhalb kürzester Zeit erhielt es auch schon dutzende Kommentare von aufgebrachten Schweizern.
Worum geht es?
Der Artikel von Blick bezieht sich auf einen Bericht der «Neuen Luzerner Zeitung». Laut diesem Bericht soll ein Kosovo-Albaner in Sursee einen Landsmann niedergestochen haben. Der Angeklagte soll anschliessend dem Luzernen Obergericht mitgeteilt haben, einen sogenannten "Versöhnungsrat" eingeschaltet zu haben.
Obwohl in dem Bericht der «Neuen Luzerner Zeitung» ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass damit laut dem Staatsanwaltschaft Horst Schmid, keine Paralleljustiz etabliert werde und auch Barbara Egeler, Juristin und Kanun-Kennerin, feststellt, dass dadurch das Schweizer Recht nicht tangiert werde, empört sich Christof Mörgeli gegenüber Blick: «Das ist ein Skandal!», und weiter: «Das ist doch genau die Parallelgesellschaft, die wir nicht wollen.»
Kein Wunder, dass daraufhin wütende Kommentare der Leser folgten, wenn man mit irreführenden Titeln und aufgehitzten Zitaten bekannter Populisten, den Schweizer Leser glauben lässt, seine albanischen Mitbürger wollten in der Schweiz einen "Staat im Staate" gründen.
Die zum Teil wüsten Hasstiraden der Schweizer Kommentatoren gegenüber den Albanern sind daher durchaus verständlich. Weniger verständlich ist allerdings, dass sich die Bemühungen der Mehrheit der Albaner und Albanerinnen zur vollumfänglichen Integration in die Schweizer Gesellschaft, nunmehr wieder mit unnötigen Negativ-Schlagzeilen zu Nichte gemacht werden.
Daher bedarf es ausdrücklich einer Klar- und Richtigstellung von Seiten der Albaner.
Albaner wollen keine Parallelgesellschaft in der Schweiz
Die Albaner in der Schweiz wollen weder eine Parallelgesellschaft, noch wollen sie ihre eigenen Recht- und Gesetzesvorstellungen in die Schweizer Rechtsordnung einbringen. Sie respektieren und orientieren sich an die Schweizer Rechtsordnung und wollen, dass ihre Landsleute, die diese nicht respektieren, von der Schweizer Justiz zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Albaner in der Schweiz wollen weder eine «Kosovo-Justiz» in Luzern, noch sonst wo in der Schweiz. Vielmehr bemüht sich die kosovarische Regierung einen demokratischen Rechtsstaat nach dem Vorbild der Schweiz und anderer europäischen Länder im Kosovo aufzubauen. Unter anderem wird sie dabei von Schweizer Polizisten im Rahmen der europäischen Rechtsstaatsmission «EULEX» und Schweizer Soldaten im Rahmen des, von der NATO geführten «Swisscoy-Friedenseinsatzes» unterstützt.
Die Albaner in der Schweiz sind sich dessen bewusst, dass es unter ihren Landsleuten in der Schweiz Deliquenten gibt, schliesslich sind sie es selber, die durch diesen entstandenen Rufschaden am meisten zu leiden haben; sei es nun bei der Arbeitssuche oder im sozialen Alltag. Sie sind daher dafür, dass man diese schwarzen Schafe im Rahmen der Schweizer Rechtsordnung ausser Verkehr setzt. Gleichzeitig möchten die gleichen Albaner, die zum Respekt gegenüber der Schweizer Rechtsordnung aufrufen, von ihren Schweizer Mitbürgern als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert werden.
Die Mehrheit der Albaner in der Schweiz leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum wirtschaftlichen Zusammenleben in der Schweiz. Während die erste Generation der Albaner sich hauptsächlich mit Schwerstarbeit in Fabriken und auf Baustellen verdingt hat, hat sich die zweite Generation der Albaner zunehmend zu einem festen Bestandteil in der Schweizer Gastronomie- und Gesundheitsbranche entwickelt. Zudem gibt es unter ihnen immer mehr gut ausgebildete Informatiker, KV-Angestellte, Elektriker oder Automechaniker, die allesamt in ständigem Kontakt zu Schweizer Kunden stehen, während die Zahl der albanischen Fach- und Hochschulabsolventen in der Schweiz weiter zunimmt.
Albaner dürfen nicht instrumentalisiert werden
Daher dürfen die Albaner in der Schweiz weder von Journalisten, noch von Politikern, für politische Zwecke instrumentalisiert und missbraucht werden - wie es etwa bei der, von der SVP angestrebten, sogenannten "Ausschaffungsinitiative" der Fall sein könnte - in der man sie auf permanenter Art und Weise als Integrationsunwillige und Schwerkriminelle abstempelt. Gleichzeitig soll sich die albanische Gemeinschaft in der Schweiz aktiver bemühen, sich in der Schweizer Gesellschaft zu integrieren.
Im konkreten Fall obliegt es der Schweizer Justiz zu entscheiden, ob ein sogenannter "Versöhnungsrat" dabei helfen kann, weitere Konflikte zu verhindern und daher eventuell sogar gefördert werden sollte oder ob so etwas für die Arbeit der Schweizer Justiz im Umgang mit Opfer und Täter als störend empfunden wird und daher verboten werden sollte. Die Albaner in der Schweiz haben diesen Entscheid der Schweizer Justiz, unabhängig ihres Ausganges, zu respektieren.
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Kommentare
Schwachsinn vor Bildung.
Bravo!! Zitieren
Nie wird von ihnen berichtet das die gut integrierten albaner schwer in der schweiz haben ein job zu finden oder sich einbürgern zu lassen. Zitieren
Nichtsdestotrot z begrüße ich den von Iliria Berisha verfassten Artikel.
Es muß selbstverständl ich alles dafür getan werden, den Schweizern, aber auch den anderen europäischen Inländern, der Staaten, in denen Albaner \'zu hause\' sind beizubringen, das \'unsere schwarzen Schafe\' lediglich einen kleinen Teil der albanischen Gesellschaft ausmachen. Den ersten Schritt hat Iliria mit diesem Artikel gemacht. Es liegt nun an uns Allen, den Inhalt darin der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Die Frage ist jedoch, ob dieser Artikel es bei Blitz.CH auch auf die Hauptseite schafft?! Wohl kaum - Also gilt:
An alle Albaner und oder Kosovaren: Zeigt euch immer von eurer besten Seite, übernehmt Verantwortung in eurer Gemeinde, auch politisch; kümmert euch um schweizerische gesellschaftlic he Aktivitäten, stellt auch die albanische oder kosovarische Art zu feiern vor; lasst aber bitte die Beretta zuhause :).
Nehmt an politischen Diskussionen teil, lasst euch wählen, tretet öffentlich auf und leugnet eure Identität nicht.
Das war nur ein kleiner Auszug der Dinge, die man tun kann, um dem Nachbarn zu zeigen, dass man kein \'Monster\' ist. Und denkt immer dran: Die Schweizer haben sozusagen den Heimvorteil – also müssen wir aktiv auf die Schweizer zugehen und nicht umgekehrt. Auch wenn es einige (auch viele) Schweizer gibt, die die positiven Tugenden der Albaner zu schätzen wissen, WIR MÜSSEN ALLE ÜBERZEUGEN!
Im internationalen Vergleich haben wir definitiv NICHT mehr Kriminelle als andere Staaten - also lasst euch auch nicht provozieren von solch belanglosem Zeug aus Blitz.ch. Gewinnt die schweizerische Bevölkerung für euch und kein Revolverblatt kann euch zu nahe kommen.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gesegnetes Weihnachsfest und einen gesunden und erfolgreichen Start ins neue Jahr für euch und euren Familien.
Gezuar festat e fund vitit Zitieren
den schlussendlich se kina mizen ner kapuq. take at easy Zitieren