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Kosovo-Serben beteiligten sich an den Wahlen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Iliria Berisha   
Dienstag, den 17. November 2009 um 10:55 Uhr

Die serbische Regierung hat die Kosovo-Serben mehrmals dazu aufgerufen, die Kommunalwahlen im Kosovo zu boykottieren. An diesem Boykottaufruf beteiligten sich vor allem die im Norden lebenden Serben. Doch in den südlichen Gebieten des Kosovo gingen die serbischen Kosovaren in einer beträchtlichen Anzahl zu den Wahlzentren um ihren serbischen Kandidaten für ihre Gemeinde zu wählen.

 

Damit wollten sie zum Einen zum Ausdruck bringen, dass sie ihr Schicksal im Kosovo in die eigenen Hände nehmen, in dem sie sich selbst verwalten, zum Anderen war das auch ein klares Zeichen an Belgrad, dass sie mit ihrer destruktiven Politik im Kosovo, die sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der dort lebendenen Serben nicht verbessern, sondern eher verschlechtern, meinen politische Analysten in Prishtina.

 
Die serbischen Vertreter stellen nach den Wahlen in ganzen drei Kommunen die Mehrheit (Kllokot, Graçanicë und Ranillugë). In Graçanicë überzeugte der serbische Kandidat, Bojan Stojanovic, mit 62% der Stimmen. In einer weiteren Gemeinde, in Shtërpcë, führt der serbische Kandidat, Bratislav Nikolic, von der liberalen Partei, SLS, mit 36.9 % oder 1271 Stimmen, muss allerdings mit Beqir Fejzullahu von der PDK die Stichwahlen antreten.

 

Der Minister für den Kosovo in der serbischen Regierung, Goran Bogdanovic, versucht derweilen die Teilnahme der serbischen Kosovaren an den Kommunalwahlen herunter zu spielen.

 

Auf der anderen Seite erklärte der Staatssekretär für den Kosovo in der serbischen Regierung, Oliver Ivanovic, für serbischen Medien: "[..]Wenn wir mit der ganzen Haltung der Regierung und des Präsidenten, wiederholt vom Ministerium, bekräftigen, nicht an den Wahlen zu gehen und an den Wahlen gehen trotzdem zweitausend und mehr aus Graçanica. Für mich zeigt das, dass wir für sie keine genügende Autorität sind[..]", wird Ivanovic von Express zitiert.

 

Über diese Entwicklung müsse Belgrad besorgt sein, meint Ivanovic. Für den Kosovo wird sich diese Entwicklung im Hinblick auf das Zusammenleben der verschiedenen Ethnien, bis hin zur Frageklärung vor dem IGH, ob die Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo rechtmässig war, positiv auswirken, meinen politische Analysten.

 

 

 

Kommentare 

 
#1 Trim 2009-11-18 01:29 Belgrad müsse besorgt sein weil sich etwas positives entwickelt? Was ist den das für eine Aussage...

Wünscht Belgrad den Serben etwa etwas negatives um damit der Unabhängigkeit weiterhin eins auszuwischen?
Zitieren
 
 
#2 Naja2008 2009-11-18 19:39 Etwas negatives nicht unbedingt. Nur, ich denke mal, aus Ivanovic´s Sicht ist der Wahlgang der Serben im Kosovo ein Zeichen für die Akzeptanz des Staates Kosovo für die Serben im Kosovo. Damit verbunden dann auch ein Abbau des Einflusses Belgrads auf die im Kosovo lebenden Serben, was man an seiner Aussage \"Für mich zeigt das, dass wir für sie keine genügende Autorität sind\" erkennen kann. An sich ja nichts negatives, nur aus seiner Sicht verliert Belgrad dadurch an \"Druckmitteln\" (ich nenne es mal so falls man das überhaupt so nennen kann) um die Kosovarische Führung wieder an den Verhandlungstis ch zu bringen. Also so verstehe ich das jetzt. Zitieren
 
 
#3 Besart 2009-11-18 23:21 Die serb. Regierung hat sich mit den äußerungen gegen die kommunalwahlen im Kosovo auf die unterste stuffe der riergungshierar chie verlagern. Damit wollte sich Belgrad mögliche verstimmungen mit dem westen ersparen und den prozess der europäischen integration nicht noch länger zu gefährden.

Das sind erste anzeichen Begrads, dass es den absoluten widerstand, den Jeremic so oft propagiert, aufgegeben hat. Freilich unter den druck der internationalen staatengemeinsc haft. nur muss man sich eingestehen, Belgrad wird niemals den staat Kosovo akzeptieren, er wird immer versuchen Kosovo zu destabilieren, soweit es sich die chance ergibt.

Doch interessant zu bemerken, wie nachgiebig Belgrad doch ist, wenn sich die europäische integration verdichtet und näher rückt.
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