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Januar – Ein Erfolgsmonat für die Aussenpolitik des Kosovo
Samstag, den 30. Januar 2010 um 12:20 Uhr

Das Jahr 2010 wird ein schwieriges Jahr für den Kosovo. Der Kosovo steht vor der Herausforderung der wirtschaftlichen Entwicklung: Neue Arbeitsplätze müssen geschaffen, ausländische Investoren ins Land gelockt werden. Darüber hinaus müssen nachwievor politische Probleme gelöst werden: Die volle Integration des nördlichen Gebietes des Landes unter der Leitung der Regierung in Prishtina, weitere Anerkennungen der Unabhängigkeit, Aufnahme in internationalen Organisationen...


Trotz dieser Herausforderungen ist der Monat Januar ein erfolgreicher Monat und ein guter Jahresstart - vor allem für die Aussenpolitik des Kosovo.


Die Aussenpolitik des Kosovo kann im Monat Januar vier wichtige Erfolge verbuchen.

 

Anerkennung durch Mauretanien


Der erste Erfolg war die Anerkennung des Kosovo als unabhängigen Staat durch Mauretanien am 13. Januar. Mauretanien ist somit der 65. Staat, der den Kosovo als unabhängigen und souveränen Staat anerkennt. Die Anerkennung durch Mauretanien kommt zu einem passenden Zeitpunkt, denn der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) beschäftigt sich derweilen mit der Frage, ob die Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo im Einklang mit dem internationalen Völkerrecht steht. Die Anerkennung durch Mauretanien wird mit Sicherheit Einfluss auf das unverbindliche Urteil des Gerichts haben, das noch in diesem Jahr erwartet wird.

 

Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Montenegro

 

Der zweite Erfolg der Aussenpolitik des Kosovo ist der Entschluss von Montenegro und dem Kosovo zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Montenegro hat die Unabhängigkeit des Kosovo am 8. Oktober 2008 anerkannt, sträubte sich aber lange Zeit davor, diplomatische Beziehungen zum Kosovo aufzunehmen. In Montenegro lebt eine grosse Anzahl serbischer Bürger. Darüber hinaus stand Montenegro von Seiten Serbiens unter starkem Druck. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Montenegro wird für den Kosovo positive Auswirkungen auf das Urteil des IGH haben.

 

Der neugewählte kroatische Präsident Josipovic


Den dritten Erfolg verbuchte der Kosovo beim neugewählten kroatischen Präsidenten Josipovic. Die Beziehungen zwischen Serbien und Kroatien waren ohnehin auf brüchigen Beinen. Kroatien hat die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt und verteidigte sie in der mündlichen Anhörung vor dem IGH. Darüber hinaus war der frühere kroatische Präsident Mesic ein treuer Unterstützer der Unabhängigkeit des Kosovo. Serbien erhoffte sich durch die Neuwahl von Josipovic eine Änderung in Kroatiens Umgang mit dem Kosovo. So erklärte der serbische Präsident, Boris Tadic, in einer öffentlichen Erklärung, dass er nicht an dem Treffen von Josipovic in Kroatien teilnehme, wenn der kosovarische Präsident, Fatmir Sejdiu, auch dort anwesend sein werde. Josipovic erklärte daraufhin: "Ich verstehe, dass wir mit Serbien unterschiedlicher Meinung sind, was den Kosovo angeht und der Tatsache, dass der Kosovo ein Staat ist. Ich verstehe das Trauma, das Serbien deswegen hat. Doch genauso akzeptiere ich die Realität, dass wir mit dem Kosovo diplomatische Beziehungen haben. Wir haben den Kosovo als Staat anerkannt und wir müssen ihn genauso wie alle anderen Länder behandeln".


Die direkte Folge davon ist, dass der kosovarische Präsident Sejdiu vorrausichtlich da sein wird, während Tadic nicht erscheint. Es bleibt zu vermuten, dass die serbische Aussenpolitik jetzt versuchen wird, eine “Kompromisslösung“ zu finden, die es dem serbischen Präsidenten Tadic doch noch erlaubt, zu kommen, damit man das Gesicht wahren kann.

 

Die Statusfrage beiseite legen


Der vierte Erfolg des Kosovo im Monat Januar, war die Debatte vor dem UN-Sicherheitsrat. Der UN-Generalsekretär, Ban Ki-moon, regt in seinem neusten Kosovo-Bericht an, dass Serbien und der Kosovo die Statusfrage beiseite legen sollen. Dieser Punkt ist eine schmerzvolle diplomatische Ohrfeige für die serbische Aussenpolitik, dessen ganze Strategie darauf aufgebaut ist, neue internationale Verhandlungen über den Status des Kosovo herbeizuführen.


Nichtsdestotrotz steht der Kosovo vor weiteren grossen Herausforderungen. Serbien versucht weiterhin, die Unabhängigkeit des Kosovo auf internationaler Ebene zu sabotieren und weitere Anerkennungen der Unabhängigkeit zu verhindern, indem es den Kosovo als gefährlichen Präzedenzfall für separatistische Bewegungen auf der ganzen Welt darstellt. Dabei erhält Serbien nachwievor Unterstützung der Veto-Macht Russland.

 

 


Kommentar geschrieben von Besart Kelmendi

 

 

 

Kommentare 

 
#1 Shqiptari 2010-01-30 17:09 Naja, die Anerkennung durch einen Staat wie Mauretanien ist ja wohl kein Erfolg. Ich persönlich sehe nicht einen richtigen Erfolg für Kosovo. Serbien hat den Kosovo vor den IGH gebracht. Damit haben sie auch die Zeit gewonnen die sie sich erwünscht haben. Alles andere spielt keine Rolle... Zitieren
 
 
#2 Ivanovic 2010-01-31 14:45 das stimt so nicht 132 länder sind gegen kosovo und es sind 2 vetos eingelegt auch china und kosovo kan nie anerkant werden so lange man die resulution 1244 nicht auserkraft setzen das kann nicht pasieren weil russland u. china das veto evig halten werden sie haben auch minderheiten wie serbien. Zitieren
 
 
#3 Besart 2010-01-31 22:54 Das stimmt so nicht, denn wenn sie auf die seite ttp://en.wikipedia.org/wiki/International_r ecognition_of_K osovo gehen, werden sie sehen, welche staate sich amtlich gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen haben.Sie werden sofort bemerken,dass es nicht einmal 20 Staaten sind. Weil ein Staat die Unabhängigkeit nicht anerkennt, bedeutet das nicht, das sie gegen Kosova und seine Unabhängigkeit ist. Ihr missbraucht die neutralität dieser Staaten für eure zwecke und misinterpretier t ihre neutrale Haltung.Gut das war schon immer ein bestandteil serbischer außenpolitik - lügen und fakten verdrehen.

Was die RS1244 angeht, die dient für Russland als kuhhandel. soweit sich für Russland ein Kuhhandel mit dem westen abzeichnet, werden die euch schneller fallen lassen, als eine heiße kartoffel. Die RS1244 ist nur gültig da wie und wo es Prishtina und der internationalen staatengemeinsc haft passt. China hat sogar die Reisepässe der Republik Kosovo anerkannt, dass ist eine indirekte anerkennung der neuen realität in Kosova.

Die Unabhängigkeit ist fest und so stark verankert, dass serbien sie spätestens in fünf bis sechs jahren, wenn es in die EU integriert werden will, diese Anerkennen muss!
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#4 Dardan 2010-02-01 11:04 Ach du willst mir erzählen, dass 132 länder gegen kosovo sind? die meisten warten doch nur.. ihr serben könnt die wahrheit nicht akzeptieren.. ihr seid stur.. wie kein anderes volk auf dieser welt.. und ihr betreibt andauernd geschichtfälsch ungen... Zitieren
 
 
#5 Edi 2010-02-01 17:32 ..und wem haben wir das zu verdanken ??? Endlich mal ein Beitrag von dir der konstruktiv ist ! Zitieren
 
 
#6 Besart 2010-02-01 17:51 Bestimmt nicht der Regierung von Thaqi und seiner clique. Wir haben es der USA und EU zu verdanken, ohne die hätten Belgrad innerhalb von 24 Std. Prishtina unter kontrolle. Zitieren
 
 
#7 cimi 2010-02-01 19:28 Die Sachlage ist ist meiner Meinung eine ganz klare. Man kann einem Volk von moralischer, menschlicher und erst recht nicht, politischer Seite, das Schicksal aufzwingen, unter der Verwaltung eines Staates zu leben, der dieses Volk um jeden Preis aus dem Kosovo vertreiben wollte, dazu, sogar einen Genozid in Kauf nahm, Des Weiteren, nicht nur Militär- und Polizeikräfte, sondern auch Freischärler und, in Serbien verurteilte Straftäter, auf die albanische Zivilbevölkerun g losließ, systematisch Vergewaltigunge n, Plünderungen, und Zerstörung von Städten und Dörfern anordnete, wie es der serbische Staat, schon in Bosnien und in Kroatien getan hat. Das alles soll nicht bedeuten, dass die verschiedenen Ethnien nicht im Kosovo zusammenleben können, das auf gar keinen Fall, denn ich glaube fest daran, dass sich mit der Zeit, ein Zusammenleben ermöglichen wird, doch auf keinen Fall, kann das Leben der Bürger im Kosovo, von einer serbischen Regierung, bestimmt werden. Das ist ein Faktum, und das ist denke ich auch mal, jeden im Inneren klar und bewusst, egal welche Meinung er bezüglich des Kosovo vertritt. Die Anerkennungen, sind wieder alle politisch motiviert, Russland ist nicht mehr Serbiens \"Großer Bruder\", denn wenn Serbien in die EU aufgenommen werden will, zeitgleich Russland jedoch versucht, die Ukraine und andere ehem. Verbündetet an sich zu binden, spricht dass nicht von großer \"Brüderlichkeit\ ". Da hat jede Nation, einfach eigene Interessen, doch diese Interessen, ändern sich im Laufe der Zeit, somit auch die Haltung zum Kosovo. Zitieren
 
 
#8 cimi 2010-02-01 21:47 da kann ich Beart nur recht geben. Serbien sieht Russland zu Unrecht als \"großen Bruder\" an, denn alle Nationen die in die EU wollen und, bis dato ein freundschaftlic hes oder aus serbischer Sicht \"brüderliches\" Verhältnis zu Russland hatten, bekamen die Quittung vorgelegt. Die Frage der Anerkennung des Kosovo, ist keine ideologische sondern eine rein politisch Motivierte Angelegenheit. Ich meine wie Paradox ist es, wenn Russland die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens von Georgien anerkennt, die auch kriegerisch erlangt wurden, die Unabhängigkeit Kosovos aber nicht anerkennen will, weil es Präzedenzfälle schaffen könnte. Fakt ist, dass sich politische Interessen eines Staates ändern, und somit wird sich auch die Haltung Russlands zum Kosovo ändern. Auch Chinas \"Zwei Systeme - ein Staat\"-Philosophie wird nicht immer Bestand haben, de facto will das Regime doch nur das Gesicht vorm Volk wahren, welches es permanent durch Zensur, isoliert und die pseudo-kommunistischen Ideologien einbläut. Zitieren
 
 
#9 Edi 2010-02-02 01:50 Kosova muss am besten schnellstmöglic he die Vereinigung mit seinem Mutterland Albanien aufsuchen. Legitimieren ist dies mit der Wiedervereinigu ng in Deutschland. Ganz einfach. Zitieren
 
 
#10 Alban 2010-02-08 01:06 Resolution 1244 verlangt einen Völerrechtliche n Status der Republika e Kosoves.
China legt kein Veto ein,sondern lehnt die anerkennung bis auf weiteres ab,bis das IGH Urteil sein Urteil gefällt hat.
Das Serben und Serbien davon Träumen,dass China sein Veto eingelegt hat,wer nichts neues.
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