| Presseschau: Kosovo feiert seinen zweiten Unabhängigkeitstag |
| Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 18:03 Uhr |
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Was berichten die Zeitungen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich über den zweiten Jahrestag der Unabhängigkeit des Kosovo?
Kritische Worte zum zweiten Jahrestag der Unabhängigkeit des Kosovo fand die Basler Zeitung aus der Schweiz:
[...]Kommende Woche jährt sich die Unabhängigkeitserklärung Kosovos zum zweiten Mal. Doch vielen Bewohnern der jungen Republik ist nicht nach Feiern zumute; der internationalen Gemeinschaft auch nicht. Die Hoffnung, dass es nach der Unabhängigkeit mit Kosovo aufwärtsgehe, hat sich als unrealistisch erwiesen: Die Arbeitslosigkeit beträgt um die 45 Prozent, die Investitionen aus dem Ausland gehen zurück, und auf absehbare Zeit wird das Land mit strengen Visaregelungen konfrontiert sein, weil die Regierung die Bedingungen der EU nicht erfüllt hat.[...]
Welt Online aus Deutschland hebt die positiven Aspekte hervor und weist vor allem auf die verbesserte Sicherheitslage im Kosovo hin:
Kosovo – ein Staat, besser als sein Ruf [...]Andere ethnische Minoritäten auf dem Balkan, allen voran die Serben in Bosnien-Herzegowina, würden dem kosovarischen Beispiel folgen, und durch Abspaltungen die ganze Region in ein neues blutiges Chaos stürzen. Andere witterten in einem selbstständigen, in der Mehrzahl von Muslimen bewohnten Kosovo gar schon Aufmarschgebiet islamischer Fundamentalisten zum Sturm auf die Festung Europa. Was ist von all diesen apokalyptischen Visionen eingetreten? So gut wie nichts.[...]
Die Deutsche Welle widmet sich der wirtschaftlichen Situation im Kosovo:
Kosovo - ein soziales Pulverfass?
Die Presse aus Österreich berichtet über die Lage der serbischen Minderheit im Kosovo.
Die parallelen Welten des Kosovo [...] obwohl Korruption, Armut und Arbeitslosigkeit den Alltag des zwei Millionen Einwohner zählenden Vielvölkerstaats prägen, beginnt sich zumindest die serbische Minderheit in den Enklaven mit der Realität des neuen Staates zu arrangieren. Mit der Finanzierung eines aufwendigen Verwaltungsapparats für die noch knapp 150.000 in der Exprovinz lebenden Serben sicherte sich Belgrad bisher deren Loyalität. Doch bei den von Prishtina ausgerichteten Kommunalwahlen fand Serbiens Boykottaufruf nur im fast ausschließlich serbisch besiedelten Nordwestzipfel uneingeschränkten Widerhall. In den Serben-Enklaven im Süden pilgerten hingegen mehr Wähler zu den Urnen als bei dem 2008 von Belgrad organisierten Urnengang für Serbiens Parallelverwaltung.[...]
Der Standard aus Wien kritisiert in einem Kommentar vor allem die Arbeit der EU-Mission (EULEX) im Kosovo.
"Wie Hasen in Ritterrüstungen"
In einem zweiten Kommentar im Standard heisst es:
Mehr Weg als Wille Auch die Deutsche "TAZ" macht auf die schlechte wirtschaftliche Situation im Kosovo aufmerksam, erklärt zu Anfang aber auch:
[...]Die Pessimisten haben sich geirrt. In dem nun von 65 Staaten diplomatisch anerkannten unabhängigen Kosovo wurden seit 2008 weder Serben noch Roma Opfer tödlicher Übergriffe, noch hat die Drogenmafia die Macht übernommen. Auch der islamische Fundamentalismus hat nicht Fuß gefasst. Am zweiten Jahrestag der Unabhängigkeit blieb es ruhig. Spektakulär war lediglich das Feuerwerk, das zur Feier des Tages gezündet wurde. [...]
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Kommentare
Tolle EU,wieso würd uns nicht so geholfen,obwohl wir kaum schuld für irgend etwas haben?
Last uns daran fest Glauben,wenn wir in der EU sind,wird alles besser. Zitieren
Und außerdem ist das Ökonomisch betrachtet, der Sinnvollste Weg, denn in der Banken Branche herrscht immer noch immenses Misstrauen, und der Betrag an Forderungen allein bzgl. deutscher Banken gegen den griechischen Staat geht schon fast in die dreistellige Milliarden und das hätte fatale Folgen und eine Kettenreaktion zur Konsequenz, wenn man nicht Eingreift, außerdem kann man sonst mit sozialen Auswirkungen rechnen und der Zusammenhalt in der EU wäre in Gefahr. Im Übrigen werden diese Gelder als Kredite gewährt, der Kosovo muss seine Gelder nicht zurückzahlen! Zitieren
Griechenland hat nicht einmal um Hilfe gebeten und schon war die \"EU\" zur Stelle. Die heutigen Griechen sind eine Erfindung des Westens (und haben sehr wenig mit den antiken Griechen zu tun), um sie als Bollwerk gegen den Orient(vornehml ich Türkei)zu benutzen. Zitieren
Alban beschwert sich nicht darüber, dass Griechenland geholfen wird. Eher geht es ihm um die Gleichberechtig ung der Albaner unter den anderen Völkern. Diese Gleichberechtig ung ist nicht mal im Ansatz sichtbar! Zitieren
Um die Gleichberechtig ung?! Nein es geht ihm darum, dass Griechenland in so einer kurzen Bedenkspanne mit solchen Summen geholfen wird und dem Kosovo nicht und das ist doch klar, weil eben das Bankrott gehen eines Staates, mit den Verbindlichkeit en wie Griechenland sie hat, fatal für die EU und die weltweite Finanzwirtschaf t wäre. Und mit der Aussage \"obwohl sie selber schuld haben [..] obwohl wir kaum schuld für irgend etwas Schuld haben\" wird doch seine Denkrichtung ebenso sofort ersichtlich. Wie gesagt er gibt der griechischen Bevölkerung die Schuld daran, dass eine ehem. Regierung den Staatshaushalt Manipuliert hat, um die Schulden Grenze zu Umgehen und beschwert dich darüber, dass Griechenland geholfen wird, aber der kosovarischen Bevölkerung gibt er keine Schuld, dass sämtliche bisherigen Regierungen schon Milliarden von EU-Gelder durch Korruption und Missmanagement in den Sand gesetzt haben!
Da steckt keine Verschwörung oder sonstiger Hokus Pokus dahinter. Um welche Ungerechte Behandlung geht es denn deiner Meinung, nenne das Kind doch mal beim Namen. Zitieren
Ich habe nicht von deinem philosophischen Ansatz gesprochen, sondern von der Ausprägung deiner politischen Neigung zum Kosmopolitismus . Diese (doch übermäßige) Ausprägung scheint die einzige Antriebskraft zu sein, deine Meinung zum Thema auszudrücken. Zitieren
Im Kosova flossen seit Ende des Krieges nur 2Mrd€ und was ist das?Allein die Autoban Morina-Merdar kostet allein 800Mio€. Zitieren
Ich habe auch nicht von einer ungerechten Behandlung gesprochen, sondern von der Nichtexistenz der Gleichberechtig ung für das albanische Volk gegenüber der anderen Völker in Europa. Nur die Bosnier leiden unter einer grüßeren Ungerechtigeit. Zitieren