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Scort im Kosovo: Über Fussball zum Frieden
Samstag, den 28. März 2009 um 17:19 Uhr

Ora-Online hat mit dem Direktor für Projektentwicklung und Internationale Beziehungen, Herr Marc-André Buchwalder, über die Fussballprojekte von der Stiftung Scort gesprochen. Scort ist unter anderem auch im Kosovo tätig. Herr Buchwalder erklärt uns, welche Ziele Scort über den Fussball verfolgt und mit welchen Mitteln sie diese erreichen möchte.

 


Ora-Online: Herr Buchwalder, was ist oder was macht „Scort“?


M.Buchwalder: Scort ist eine operativ tätige Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern und Jugendlichen über den Fussball neue Perspektiven zu geben. Damit lernen gerade die jungen Erwachsenen, welche soziale Verantwortung und positive Rolle sie als Wertevermittler für die Jüngeren übernehmen können. Wir von Scort nützen dazu ein Partnerschaftsprogramm, welches uns ermöglicht, mit europäischen Fussballspitzenclubs zusammenzuarbeiten, indem wir gemeinsam in solche Krisen-/Entwicklungsländer reisen und dort mit jungen Erwachsenen Erziehungsprogramme durchführen.


Ora-Online: Welches sind Ihre Aufgaben bei Scort?


M.Buchwalder: Meine Aufgaben als Direktor für Projektentwicklung und Internationale Beziehungen sind die Ziele dieser Projekte auszuarbeiten, durchzuführen und zu organisieren. Dafür ist ein Verständnis für die jeweils am Ort anzutreffende Situation nötig. Die Fragestellung ist dabei immer: Wem, wo und wie kann mit unserem Programm unterstützend geholfen werden? Um ein entsprechendes Bild von der reellen Situation zu bekommen, sind Gespräche mit Vertretern der Vereinten Nationen, Botschaften und lokalen Hilfsorganisationen, sowie den potentiellen Projektpartnern vor Ort unerlässlich – ihnen stellen wir unser Projekt und unsere Programme vor. Schliesslich werden diese Ergebnisse dann den, im Projekt beteiligten Fussballclubs vorgestellt und letztlich die Beziehungen von Scort mit unseren Partnerclubs und den genannten Stakeholdern hergestellt.


Ora-Online: Scort ist auch im Kosovo tätig, wie sieht dort ihr Engagement aus?


M.Buchwalder: Im Kosovo arbeiten wir in vier Abschnitten von November 2008 bis September 2009 speziell mit dem FC Basel, Werder Bremen und dem lokalen Partner FC Prishtina zusammen. Im kosovarischen Kamenica arbeiten wir dann mit albanischen und serbischen Jugendlichen zweier Schulen. Wir bilden sie aus, damit sie dann mit den jüngeren Grundschülern eigene Programme durchführen können.


Zweiter Teil des Programms im Kosovo ist, dass die zwei Fussballclubs FC Basel und Werder Bremen den kosovarischen Fussballclub FC Prishtina in der Ausbildung ihrer Jugendtrainer und dem Aufbau von Mädchen- und Frauenfussball unterstützen. Hierbei gilt es, die Jugendtrainer weiterzubilden und ihnen aufzuzeigen, was es bedeutet ein Fussballlehrer zu sein – die Verantwortung auf und neben dem Platz. Der FC Prishtina kann so direkt von einer "Club zu Club" Beziehung profitieren und sich weiterentwickeln.


Ora-Online: Wie kommt euer Engagement bei den serbischen und albanischen Jugendlichen an?


M. Buchwalder: Unser Engagement kommt bei den serbischen und albanischen Jugendlichen sehr gut an. Wir hatten unser Pilotprojekt im November und wir waren sehr positiv überrascht, mit welcher Wissbegier und mit welcher Motivation die Jugendlichen mit uns zusammen gearbeitet haben.

 

 

Ora-Online: Wie sieht ihr weiteres Vorgehen im Kosovo aus?


M. Buchwalder: Wir hatten im November das Pilotprojekt. Bereits davor und auch danach haben wir  mit den Vertretern der Fussballclubs von Werder Bremen, FC Basel und FC Prishtina das weitere Vorgehen besprochen. Nun möchten wir wieder in den Kosovo reisen, um dort intensiv das Scort-Projekt im April, im Juni und im September weiter fortzusetzen. Wichtig zu erwähnen ist, dass dieses Projekt von der Scort Foundation – und damit auch den Fussballclubs von Werder Bremen und FC Basel – dem FC Prishtina und seinem Sponsor Eurokoha Reisen, sowie von der deutschen und der schweizer Botschaft finanziert und ermöglicht wird.

 

Das Interview führte Selim Kelmendi für Ora-Online

 

 

Kommentare 

 
#1 Atdhetare 2009-03-28 18:43 Das ist ein wirklich vielversprechen des und hilfreiches Projekt. Vielen Dank an Scort, dass sie die Jugend im Kosovo fördert. Genau solche Programme brauchen wir in Kosova. Zitieren
 
 
#2 Sami 2009-03-28 19:21 Ja, solche Projekte sind natürlich sehr Friedensfördern d und positiv auch für die zukünftige Entwicklung Kosova's. Wir dürfen auf jeden Fall nicht mehr zulassen, dass sich in unserer Heimat wieder so ein Hass zwischen den Volksgruppen entwickelt. Vielen Dank an Herrn Buchwalder und an Ora-Online.ch für dieses Interview. Zitieren
 

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