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Albanische Zivilgesellschaft verlangt Rücktritt von Todorov
Geschrieben von: A. Beqiri   
Samstag, den 23. Januar 2010 um 12:53 Uhr

Seit dem 1. Januar 2010 sollen albanische Schüller ab der ersten Klasse Mazedonisch lernen, so will es Bildungsminister Nikolla Todorov. Ohne die Möglichkeiten einer solchen Änderung des Stundenplans zu erläutern, verlangt er die Umsetzung. Lehrer und Zivilgesellschaft halten diesen Beschluss für eine Zumutung für die Kinder und boykottieren.

 
Die Nichtregierungsorganisation “Zgjohu!”, zusammen mit der Vereinigung der albanischen Historiker, der albanischen Lehrerorganisation, der albanischen Kunstvereinigung, der Organisation “Draudacum und “Art Vizion” und vielen mehr, sprechen heute in einem öffentlichen Schreiben ihre Besorgnis über die aktuelle Bildungspolitik der Regierung Gruevski.

 
In ihrem an die Öffentlichkeit gerichteten Schreiben von “Zgjohu” bekundet die Organisation ihre Solidarität mit den Eltern- und Lehrerverbänden in den albanischen Schulen. “Als Vertreter der albanischen Zivilgesellschaft müssen wir mit Bedauern feststellen, dass Minister Todorov ein Verhalten an den Tag legt, welches einem abenteuerlustigem Jungen ähnelt, dessen Unerfahrenheit im Bildungsbereich und in der Politik sich in solchen Entscheidungen widerspiegelt. Anscheinend ist sich dieser von Komplexen geplagte und sich im Bildungsministerium verloren gefühlte Minister nicht im Klaren, dass dieser Entscheid nicht mit der 2007 beschlossenen Bildungsstrategie, worin Mazedonisch ab der 4. Klasse Pflichtfach ist, übereinstimmt.”


Die Verfasser des Beschwerdeschreibens fordern den sofortigen Rücktritt des Ministers. Als Gründe werden auch die ständigen Fehltritte Todorovs genannt, die sich in einem Chaos bei der Regisitrierung albanischer Gymnasiasten an den Schulen äusserten. Nikolla Todorov setze ein zwei Klassen System an, was zu interethnischen Konflikten führe.

 

Der umstrittene Bildungsminister sagte vor einiger Zeit, dass es für mazedonische Kinder nicht zumutbar sei eine Fremdsprache ab der ersten Klasse zu erlernen, für albanische Kinder jedoch schon.(alsat-m)

 

 

 

Kommentare 

 
#1 Alban 2010-01-25 02:21 Wenn Slawo-Mazedonien sich nicht an das Ohrid Abkommen hält,wer das besser,wenn sie Illirdia wieder seinen besitz Eigentümer von 1878 zurück gibt und das ist nämmlich Albanien.So wird es keine Ausernadersetzu ngen mehr geben.Das schürt nur den Nationalismus gegen das albanische Volk in MK Zitieren
 
 
#2 Besart 2010-01-25 05:26 Anstatt zu fordern, und das tun die politische und gesellschaftlic he vereinigungen der Albaner in Makedonien ausschließlich, sollten sie sich mal zusammen tun und gegen die Aggressionen der Gruevski-Regierung gegen ihre rechte und identität mal handeln. Die Gruevski-Regierung wird die Rechte der Albaner in Makedonien nicht schützen, sondern nocht mehr einschräken. Zitieren
 
 
#3 Ibrahim 2010-01-25 12:49 Deswegen sollen sich die Mazedöner nicht ärgern, wenn wir Albaner Griechenland im Namensstreit untersützen. Schaut doch mal was die mit uns machen. Zitieren
 
 
#4 EnFreedom 2010-03-21 04:48 Ich verstehe ja nicht einmal, was der Herr Todorov damit überhaupt bewirken will. Denn a) weigern sich alle Nationalisten in Süd-Skopje eine albanisch-slawische Integration durchzuführen und b) gibt es beinahe klare territoriale Grenzen zwischen Albanern und Slawen. Die Albaner in MK sind viel eher mit den restl. Albanern der Region einverleibt, als mit den angeblichen Nachfahren Alexanders des Großen.

Doch Mazedonisch später lernen kann ja wohl nicht schaden, oder?
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