| Arbereshen: Die vergessenen Europäer |
| Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 01:19 Uhr |
![]() Arbereshen in ihren Hochzeitstrachten
-------------------------- Geschrieben von Iliria Berisha --------------------------
1448 bat Alfons I. von Aragon, Skanderbeg um Unterstützung bei der Unterdrückung eines Aufstandes in der Nähe der Stadt Crotone. Skanderbeg schickte eine Truppe unter der Leitung von Demetrio Reres und seinen beiden Söhnen. Nach der erfolgreichen Unterdrückung der Revolte, belohnte König Alfons die albanischen Söldner mit Ländereien im Süden Italiens. Im Jahre 1448 liessen sie sich in zwölf Dörfer der bergigen Gegend von Catanzaro nieder. Ein Jahr später siedelten sie sich in vier weiteren Dörfern in der Region Sizilien nieder.
Grundnahrungsmittel sind Winterweizen. Weiter pflanzt man Olivenbäume an, die in vielen Fällen das gleiche Stück Land wie die Winterweizen einnehmen. In tieferen Lagen des Dorfgeländes wachsen Zitrusfrüchte, Gemüse wird hauptsächlich in der Nähe des Bauernhauses angepflanzt. Die Nutztiere sind die gleichen wie die der Italiener: Der Boden wird von einem großen, weißen Ochsen bebaut, Lasttier ist ein Esel.
Das Bewusstsein ihrer Vergangenheit kommt weitestgehend aus dem eigenen Haus; es wurde mündlich überliefert, von Generation zu Generation.
Zweifellos hatte dieses erwachte Interesse an den Süden, Auswirkungen auf die Dörfer der Arbereshen. Es führte dazu, dass sich die jungen Leute für andere Berufe als für die traditionellen interessierten. Die traditionellen Berufe sind alle im Geltungsbereich des Dorfes. Die Modernisierung versetzte die Dorfbewohner in die Lage, mit großer Leichtigkeit über den Einfluss des Dorfes hinweg zu verreisen. Dadurch dass
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Etwa drei Viertel von Albanien ist gebirgig. Die Dinarischen Alpen, die in einer Höhe von 12.000 Fuß zu erreichen sind, umfassen die nördlichen und zentralen Teile des Landes. Die Pindos-Gebirge erstrecken sich vom zentralen Teil des Landes nach Süden in den Norden Griechenlands. Das Land verfügt über eine 362 Kilometer lange Küstenlinie.
In der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts unterwarfen die Osmanen fast die gesamte Balkanhalbinsel, mit Ausnahme eines kleinen Küstenstreifens entlang der Adria im heutigen Albanien. In dieser Region kämpften die Albaner unter der Führung von Gjergi Kastrioti, bekannt als Skanderbeg, 25 Jahre erfolgreich gegen die Truppen des Sultans.
1468 starb Skanderbeg in Lesh (Albanien) eines natürlichen Todes. Sein Sohn, Gjon Kastrioti, folgte ihm auf seinen Thron. Für zwölf Jahre führte er den Widerstand gegen die Türken fort, bis Albanien im Jahre 1480 von den Osmanen erobert wurde. Venedig schickte Schiffe und half dabei, die Albaner zu evakuieren. Es kam zur dritten grossen Auswanderung der Albaner nach Süditalien.
Die Arbereshen erlernten ihre eigene Sprache nicht über den üblichen Schulweg, weil es keine Schule gab, die Albanisch Unterricht anbietete. Sie wurde ihnen zu Hause von ihren Müttern beigebracht. Die Frauen waren typische Hausfrauen. Sie kümmerten sich um das Haus, halfen bei der Landwirtschaft, aber ihre wichtigste Aufgabe war die Kindererziehung. So kam die Frau in der Regel nur mit Menschen aus ihrem eigenen Dorf in Kontakt. Dadurch haben sich diese Frauen eine reine Form des Albanischen bewahrt, während die Männer immer mehr Fremdwörter aufnahmen. Die Mutter spricht mit ihren Kindern Albanisch und singt ihnen albanische Wiegenlieder vor, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden…
Als der österreichische Fotograf, Kurt Kaindl, die Arbereshen fotografierte, fragte er einen Jungen, an welcher Stelle er am liebsten fotografiert werden möchte. Der Junge antwortete ihm: "Vor der Büste von Skanderbeg". Kaindl, der für sein Buch "Die unbekannten Europäer" eine Fotoreise zu den Aromunen, Sepharden, Gottscheern, Arbereshen und Sorben vornahm, sagte erstaunt: "Bei den Minderheiten, die ich bis jetzt gesehen habe, wollten die Jungen nicht viel über ihre Vergangenheit wissen, nur bei den Arbereshen war es anders. Alle waren Stolz auf ihre Vergangenheit und in jedem Dorf gibt es immer die selben Skanderbeg-Büsten..."
sein Angebot an Reisen erhöht wurde, erhielt der Arberesh die Möglichkeit, Italienisch zu lernen und Italienisch zu sprechen. Auch wurden neue, bessere Schulen in den Dörfern der Arbereshen gebaut. Diese Entwicklungen führten dazu, dass sich die Arbereshen noch weiter in die italienische Gesellschaft integrierten, von einer völligen Assimilation kann dennoch nicht die Rede sein. Vielmehr führte das erhöhte Bildungsniveau dazu, dass die Arbereshen verstärkter anfingen, sich ihres historisch-kulturellen Erbes bewusst zu werden. Die Traditionen werden auch heute noch mit grosser Sorgfalt gepflegt, die eigene Sprache gilt nachwievor als wichtig innerhalb eines albanischen Dorfes. Zu besonderen Feiertagen trägt man die traditionellen Trachten, singt und tanzt zu den Liedern der Arbereshen.






Kommentare
Auf uns Blickt man auf den Minderheitschut z der andere,wo ist unser Schutz.
Man sollte Prüfen,ob die EU demokratie Reif sei um einzutreten. Zitieren
Nur eine Sache stört mich,wieso sie sich nicht mit Herz Albaner bezeichnen und Stolz auf ihre Brüder auf der anderen Seite der Adria des Arberia sind. Zitieren
Wenn sie weiterhin Skenderbeu verehren möchten,dann sollten sie zuerst Stolz auf Albanien sein und Italien dank bar sein,dass Papst Alfonso IV, Skenderbeu Ländereien geschenkt hat. Zitieren
Sie haben bis Heute eine Gewisse Autonomie(Siehe Kalabrien und Sizilien).Nur Italien solle mehr,für den Minderheitsschu tz gewähren,damit die Arbreshen mit Herz Albaner und mit Pass Italiener sind. Zitieren